Worum geht's?

 

Der 24-jährige Julian, dessen jüngerer Bruder vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, reagiert entsetzt auf die Absicht seiner Eltern, ein 14-jähriges Pflegekind aufzunehmen. Anoki bestätigt all seine Vorurteile: Er trägt Dreadlocks, Nieten und Kajal, ist schlecht in der Schule, kifft und klaut. Doch während Julians Mutter sich schon nach kurzer Zeit als völlig überfordert erweist und die Familie verlässt, wird die Bindung zwischen den beiden unfreiwilligen Brüdern zunehmend enger. Julians emotionale Versteinerung beginnt zu bröckeln. Anoki wird zum Mittelpunkt seines Lebens − und stellt
ihn vor ungeahnte Herausforderungen.

 

“Herzbesetzer“ ist ein temperamentvoller Roman über Begehren und Bedenken, Verlustangst und Verlobungsfeiern, über familiäre Folter und geschmacklose Grabgestaltung. Und er macht dem Leser deutlich, warum man für einen geliebten Menschen nicht nur alles tun, sondern auch manches lassen sollte.

Dead Soft Verlag, 404 S., 15,90 Euro

Ein paar Rezensionen

 

T. A. Wegberg hat in Memory Error gezeigt, dass er gnadenlos komische Dialoge verfassen kann. In Herzbesetzer trifft er den Ton seiner jugendlichen Helden wieder auf den Punkt.

Buchtips.net, 20.10.2010

 

Wegberg öffnet die Augen für Missstände und Zwänge, Vorurteile und emotionale Vergewaltigung - ganz authentisch (und dadurch sympathisch) über einen Ich-Erzähler, der ein klares Bild von sich selbst und seinen Fehlern hat, der "Farbe bekennt".

Happy End Bücher, Mai 2010

 

Wegberg geht es um die Einsamkeit von Menschen und ihr Handeln. Die Figuren sind mehrdimensional und offen konzipiert. Sie regen auf, man denkt über ihr Handeln nach und mitunter kann man ihre Sorgen und Ängste, die sie mit Alkohol und Drogen betäuben, spüren. Herzbesetzer ist ein Roman, den man gemeinsam lesen und diskutieren sollte. Es ist ein Text, der nicht loslässt und der sicherlich noch Wochen nach der Lektüre im Gedächtnis bleibt.

Alliteratus, September 2010

 

Ich muss zugeben, dass mir manchen Passagen wirklich Tränen in die Augen getrieben haben, andere jedoch haben mich zum Lachen gebracht. Es ist wundervoller Roman voller Emotionen und Eindrücke, die einen nicht so schnell wieder loslassen. Man kann sich richtig gut in Julian - und auch Anoki - hineinversetzen und leidet mit ihnen.

BookZPassion, Juni 2011